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Warum der Arbeitsschutz oft so schwer fällt

Gleich zu Beginn: ich weiß, dass es bei großen Unternehmen und Konzernen meist einen funktionierenden Arbeitsschutz gibt. Prozesse sind geregelt, Gefährdungsbeurteilung durchgeführt und die Führungskräfte sind mit im Boot, wenn es um das Wissen der Verantwortung geht.

Und ja, ich weiß, dass auch noch einige da draußen sind, bei denen es Nachholbedarf gibt. Aber dazu ein ander Mal.

Mir geht es um die Kleinen oder sogar ganz Kleinen (die Kleinstkunden), bspw. Unternehmen mit max. 10 Beschäftigten (auf Vollzeit umgerechnet).

Kommt hier eine BG und meldet sich, um nach dem Stand des Arbeitsschutzes zu fragen, gibt es erstmal ein „Schulterzucken“. Dann wird erklärt, was zu tun und zu veranlassen ist (und natürlich ist das alles mit Kosten und/oder jede Menge Investition von Zeit verbunden). Nun fängt es erst richtig an spaßig zu werden: „Geldmacherei“ ist das Schlagwort, dass einem am meisten entgegenkommt. Oder auch das klassische „die letzten 20 Jahre ist nichts passiert und das alles ist doch wieder nur so eine Sache der Regierung“.

Ich kann das alles natürlich nachvollziehen und verstehe den Ärger oder auch das Unverständnis, wenn man 20 Jahre von der BG unbehelligt „sein Ding“ gemacht hat. Aber mal ehrlich, man könnte es auch als großes Glück bezeichnen, dass einfach noch nichts passiert ist und man daher 20 Jahre günstig davon gekommen ist, während ein anderes Unternehmen sich bereits ab dem ersten Tag um das Thema gekümmert hat und dadurch auch schon ab dem ersten Tag entsprechende Kosten hatte.

Ich vergleiche das „20 Jahre nix passiert“-Argument gerne mit dem Airbag. Er wurde eingeführt als Sonderausstattung. Inzwischen ist er zur Sicherheit schon standardmäßig in so ziemlich jedem Auto. Aber würden Sie diesen abbstellen, um das Auto ein wenig günstiger zu bekommen? Schließlich hatten Sie in den letzten 20 Jahren keinen Unfall? Oder sind Sie nicht auch froh, dass es sowas gibt und es im Falle des Falles auch die Sicherheit bringt?

Und im Grunde geht es genau darum: im Falle des Falles! Was ist, wenn wirklich mal was passiert? Wenn die Mitarbeiterin, die seit 8 Jahren bei mir arbeitet von einer Leiter stürzt, weil diese kaputt war oder die Mitarbeiterin mit ihren Flip-Flops hängen geblieben ist? Dann ist der Ruf nach Hilfe und Unterstützung der BG groß. Hätte es vermieden werden können? Ich sage ganz klar: JA.

Für kleine Betriebe ist natürlich der Kostenfaktor ein wichtiger Punkt: die finanziellen Ressourcen sind nicht wie bei großen Unternehmen. Und gerade bei Existenzgründern zählt oft noch jeder Euro. Ich weiß das, deswegen spreche ich mit den Unternehmen. Wie kann ich Arbeitsschutz pragmatisch umsetzen, ohne mich zu verkalkulieren? Ich öffne auch Augen: die eigene Arbeitszeit oder auch die Kosten für eventuelle Ausfalltage sind nämlich durchaus ein anderer Kostenpunkt, der völlig vernachlässigt wird.

Lassen Sie uns gemeinsam auch bei Ihnen den Arbeitsschutz auf die Beine stellen! Ich verspreche Ihnen: ohne großen Schnick-Schnack, die Pflicht wird gemacht und über die Kür entscheiden Sie dann einfach weiter.

Sprechen Sie uns an, wenn auch Ihnen Ihre Mitarbeiter am Herzen liegen.

Gerne über das Kontaktformular oder per Mail info@kt-thomas.de

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